Konzeption
des
Europäischer Berufsverband für professionelles Piercing
European Association for professionell Piercing
EAPP/EBPP
zur Etablierung des „professionellen Piercers" als anerkannten Beruf
Beruf „professioneller Piercer" lautet das Ziel der am 24. Mai 2006 gegründeten Vereinigung "Europäischer Berufsverband für professionelles Piercing". (EAPP)
Seit Jahrzehnten wird in Deutschland gepierct, vom Ohr über den Bauchnabel bis hin zum Intimbereich, ein Trend mit nachhaltig wachsender Popularität. So scheint es kein Wunder, dass verschiedenste Berufsparten sich der Befriedigung eben solcher Kundenwünsche widmen. Ob Friseur, Juwelier, Kosmetikerin, Gynäkologe oder Zahnarzt , die Reihe derer, die Piercings anbieten ist endlos, denn piercen darf in Deutschland jeder.
Waren es Anfang der achtziger Jahre die Anhänger der SW Szene und einige Randgruppen so sind heute die Konsumenten für Körperschmuck in allen Gesellschaftsschichten zu finden. Insbesondere die Gruppe der 14 - bis 45 jährigen bilden heute die Hauptklientel.
Es gibt bis heute kein Genehmigungsverfahren und keine Zulassungsstelle welche die Eignung oder die medizinischen Kenntnisse der Piercinganbieter prüft. Ein Umstand, der den professionellen Piercern schon häufig zu schaffen gemacht hat, wenn Menschen sich und den Eingriff falsch einschätzen und es zu Komplikationen kommt.
Piercen ist nach aktueller Gesetzeslage eine Körperverletzung, die unter Umständen nachhaltige Folgen für den Kunden und den Piercer haben kann. Ist das Piercing anatomisch nicht richtig platziert oder die verwendeten Materialien nicht steril, ist der Schmuck ungeeignet kann es Komplikationen geben, die im Einzelfall bis hin zu dauerhaften Schäden führen. Ergo gibt es viele Aspekte, die ein Piercing zum Problemfall machen können.
Tatsachen, welche die Gesetzgeber national und international zunehmend beunruhigen. So ist es absehbar, und im Sinne von Verbraucherschutzes auch wünschenswert, dass es alsbald behördliche Regelungen rund um die Tätigkeit des Piercens geben muss. Damit eben diese Regelungen nicht am grünen Tisch ohne das notwendige Fachwissen getroffen werden, wurde die EAPP gegründet.
Es gibt derzeit rund 7.000 Betriebe, die in Deutschland das Piercen professionell anbieten. Mit steigender Nachfrage stieg in den letzten Jahren auch die Zahl derer die Körperschmuck und dessen Einsatz anbieten. Zur Zeit gibt es in der BRD ca. 7.000 Piercer die ein offizielles Geschäft betreiben und ein angemeldetes Gewerbe besitzen.
Viele anderen Anbieter arbeiten privat oder in Artfremden Branchen ohne Gewerbeschein. Von allen Anbietern werden pro Tag ca. 25.000 Personen, mehr oder weniger fachgerecht, gepierct die gesetzlichen Grundlagen fehlen.
Durch den EAPP wird eine Lobby geschaffen, die sich bei den Entscheidungsträgern aufgrund der Vielzahl ihrer Mitglieder auch Gehör verschaffen kann, den sicher ist es im Interesse aller, dieses Berufsbild, wenn auch noch nicht anerkannt, weiter aufrecht zu erhalten.
Die Vorstandsvorsitzende der EAPP ist Martina Lehnhoff, die seit 1993 als Piercerin arbeitet und bereits 1997 den ersten Deutschen Verein für professionelle Piercer ins Leben rief und im Oktober 2001 mit der Gründung der „Akademie für perkutanen Körperschmuck" den eingeschlagenen Weg zur optimalen Ausbildung der Piercer konsequent weiter verfolgte.
Auch die weiteren Gründungsmitglieder der EAPP, langjährig tätige professionelle Piercer , ein Rechtsanwalt, Betriebwirte sowie Mediziner, lassen es nicht an Erfahrung in allen relevanten Bereichen fehlen. Somit wird jeder Aspekt fachkundlich bearbeitet.
Das gebündelte Wissen der Mitglieder der EAPP einschließlich der umfassenden Erfahrung, dürfte so manchen Entscheidungsträger bei seiner Tätigkeit erheblich entlasten. Dies ist für den Staat keine finanzielle Belastung (der Verband finanziert sich selbst), sondern vielmehr eine massive Ersparnis. Zudem werden langfristig sichere Arbeitsplätze geschaffen, die in Zukunft gegenüber allen anderen anerkannten Beruf nicht mehr benachteiligt sind.
Der Europäischer Berufsverband für professionelles Piercing EAPP/EBPP hat sich die Definition und Durchsetzung dieser Regelungen zum Ziel gesetzt. Zwingen notwendig sind die Bestimmungen der Inhalte während einer Ausbildung zum professionellen Piercer sowie einheitliche Regelungen zur Hygiene in der Praxis.
Momentan werden Ausbildungen zum Piercer von privaten Institutionen angeboten. Diese Ausbildungen dauern je nach Anbieter 2 bis 14 Tage und kosten zwischen 500,-- und 5.000,-- Euro. Aber auch ohne eine dieser Ausbildungen kann jeder mit einem gültigen Gewerbeschein in Deutschland ein Piercingstudio eröffnen.
Der Europäischer Berufsverband für professionelles Piercing EAPP/EBPP vertritt die Auffassung das ein umfangreiches Fachwissen welches für die Ausführung eines professionellen Piercings zwingend notwendig ist keinesfalls in dieser Zeit erworben werden kann.
Der Europäischer Berufsverband für professionelles Piercing EAPP/EBPP fordert eine gesetzliche Regelung und eine Anerkennung des Piercers als Beruf mit einer Ausbildungszeit von mindestens einem Jahr und einem anschließenden praktischen Anerkennungsjahr.
Anwärter auf eine Ausbildung zum professionellen Piercer müssen volljährig sein und eine abgeschlossene Schulbildung vorweisen können. Ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein Gesundheitsattest sind ebenso Vorrausetzungen für die Teilnahme an der Ausbildung wie die Hepatitis Impfung und ein negativer HIV Test.
Seit 2001 wird von Martina Lehnhoff bereits in Köln und Bergisch Gladbach ein solches privates Schulungszentrum betrieben welches allen Interessenten und bereits tätigen Piercern abgestimmt auf Ihre persönliche Situation und ihren Wissensstand eine fachlich fundierte Ausbildung ermöglicht sowie in der Übergangszeit zum anerkannten Berufsbild Nachschulungen und Fortbildungen anbieten wird.
Nach den Plänen der EAPP/EBPP wird die Ausbildung zum professionellen Piercer je nach Vorbildung der Interessenten bis zu einem Jahr dauern und mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung beendet.
Die Ausbildung sowie die Fortbildung wird dann in speziell ausgerichteten Schulungszentren in verschiedenen Städten der Bundesrepublik Deutschland angeboten die sich im Zuge der Realisierung etablieren werden. Die Prüfung wird vor einer Kommission abgenommen die sich aus Vertretern der Fachbereiche zusammensetzt welche die Ausbildungsinhalte vermitteln.
Nach erfolgreich absolvierter Prüfung sollte ein Betriebliches Praktikumjahr folgen um die nötige Routine im Umgang mit den Ausbildungsinhalten zu erlernen.
Für bereits tätige Piercer wird eine Übergangsregelung eingeführt um diesem Personenkreis die Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung zu geben und sich so den geänderten Richtlinien zur Durchführung eines professionellen Piercings anzupassen.
In Kürze werden die Inhalte an dieser Stelle veröffentlicht.
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European Association for Professional Piercing
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